Die nächste Runde im Pokalwettbewerb stand sonntags am 31. Mai 2026 an und führte uns nach Leinfelden-Echterdingen zum Schachclub Stetten. Es handelt sich um den KO-Pokal für Vierermannschaften, diesmal bereits auf Württembergischer Ebene.
Holger fuhr nach Untergruppenbach, ließ das Auto stehen und stieg bei Karlheinz ein. Sie fuhren gemeinsam los und sammelten auf dem Weg noch Rolf und Jürgen in Besigheim ein.
Wir waren trotz der weiten Strecke um Stuttgart herum sogar pünktlich und fanden den Eingang, und das Spiel konnte beginnen.
Holger versuchte mit Schwarz solide zu spielen. In ziemlich symmetrischer Stellung bot er Remis an, was abgelehnt wurde. Dann verstolperte sein Gegner einen Bauern und versuchte in ein remisträchtiges Turmendspiel überzulenken. Es waren aber außer den Türmen noch Damen auf dem Brett. Allmählich zog die Zeitnot herauf, und Holger gelang es, seine Figuren aktiver aufzustellen. In schon schwieriger Stellung passte sein Gegner nicht auf und ließ sich einzügig mattsetzen!
Karlheinz bekam einen weißen Bauern bis nach b7 vorgerückt und stand vermutlich auf Gewinn, gab ihn aber unfreiwillig wieder her und hatte ein etwas schlechteres Turmendspiel zu verteidigen, das remis endete.
Jürgen hatte das Läuferpaar, aber am Königsflügel zerrissene Bauern. Es gelang ihm, in ein vorteilhaftes Leichtfigurenendspiel überzulenken, das sein junger Gegner aber remis halten konnte.
Die Entscheidung fiel an Brett eins. Rolf, mit Weiß spielend, fand sich in einer ungewohnten Eröffnung wieder und ließ Schwächen in seiner Bauernstellung zu. Mit je einem Turm und ungleichfarbigen Läufern konnte der schwarze König am Damenflügel eindringen und seinen Bauern auf a3 unterstützen. Nachdem Rolf eine Remischance verpasste, unter Opfer von zwei Bauern den schwarzen König am Rand einzuklemmen, ging die Partie verloren.
Damit war das Ergebnis 2:2, aber die Berliner Wertung war schlechter – Brett 2 gewonnen, Brett 1 verloren, damit sind wir für dieses Jahr ausgeschieden.
Anschließend gingen wir noch in eine nahegelegene Pizzeria, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.
Der Plan war, Jürgen am Bahnhof in Besigheim abzusetzen, und das wurde richtig knapp – nur rote Ampeln allerorten, und die Zeit bis zur Abfahrt wurde immer knapper. Glücklicherweise hatte der Zug auch Verspätung!
Wieder in Untergruppenbach angekommen, geriet Holger bzw. sein Auto noch in einen sintflutartigen Regenschauer.
Hier gibt es übrigens einen Bericht vom Schachclub Stetten über das Match: https://schachclub-stetten.de/historischer-sieg-im-pokal/#more-11387
