Pokalhalbfinale auf Bezirksebene erfolgreich überstanden

  

Am Samstag, dem 18. April 2026, wurde das Pokalhalbfinale auf Bezirksebene (für uns die erste Runde) gespielt. Böckingen erwartete im Gemeindehaus Heilig Kreuz die Besucher aus Ludwigsburg. Ludwigsburg hat zwei Mannschaften gemeldet, hier handelte es sich um SG Ludwigsburg 12 (es gibt noch SG Ludwigsburg 11, Böckingen firmiert unter SV Böckingen 11).

Holgers Gegner wollte zwei Leichtfiguren tauschen. Man muss aber nicht immer die zuletzt geschlagene Figur zurücknehmen. Holgers weißer Springer schlug von d4 aus nach e6 hinein, gabelte dann auf c7 und fraß den Turm auf a8, gab dafür einen eigenen Turm auf f1 preis. Schwarz versuchte, den weißen Springer auf a8 einzusperren und abzuholen, die weiße Dame kam mit dem zweiten Springer zur Hilfe und entfachte einen so starken Angriff, dass Schwarz bald aufgeben musste.

In etwa ausgeglichener Stellung brachte Egon ein Scheinopfer mit einem Springer. Sein Gegner hätte das annehmen und die Figur dann zurückgeben sollen, sah jedoch Gespenster und gab einfach den geschlagenen Bauern preis. Egons weiße Springer ließen sich dann auf c6 und e6 nieder; ein Bauerndurchbruch am Damenflügel brachte die Entscheidung. 2 : 0 für Böckingen.

Eine Modellpartie zum Thema „Figurenangriff gegen den rochierten König“ spielte Frank. Ein Turmopfer auf g7, gefolgt von einem Läuferopfer auf h6, führte zum Matt. Leider saß Frank auf der falschen Seite des Brettes. Damit nur noch 2 : 1 für Böckingen, und alles hing an Jürgen, der am ersten Brett spielte.

Lassen wir Jürgen selbst zu Wort kommen:
Beide Spieler zeigten sich in der Eröffnungsbehandlung nicht wirklich sattelfest. Mein deutlich wertungsstärkerer Gegner (>2.100 DWZ) ging mit minimalen Vorteilen daraus hervor. Ab dem 14.Zug drehte sich das Match jedoch zu meinen Gunsten. Bei entgegengesetzten Rochaden gelang es mir, die gegnerische Rochadestellung zuerst zu öffnen. Mit Überstehen der Zeitnotphase hatte ich eine Gewinnstellung auf dem Brett (Matt in 9 Zügen). Da ein Remis den Mannschaftssieg festmachte, verbrannte ich kein weiteres Gehirnschmalz und begnügte ich mich mit einem Dauerschach, welches zudem den Einzug in den Pokal auf württembergischer Ebene sicherstellte, rechtzeitig bevor dieses Unterfangen ab der übernächsten Saison mit der voraussichtlichen Fusion zwischen Baden und Württemberg deutlich schwieriger werden wird.

Damit war der Kampf mit 2.5 : 1.5 entschieden, und Böckingen kommt in die nächste Runde. Hier die Webseite zum KO-Pokal : https://svw-schach.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaSCHACHDE.woa/wa/groupPage?championship=Unterland+Pokal+25%2F26&group=4272