Die Erste Mannschaft hat immer noch Titelchancen

  

Die vorletzte Runde in der Bezirksliga Nord wurde am 29. März 2026 gespielt. Böckingen 1 hatte Heilbronn-Biberach 2 zu Gast.

Böckingen musste zwei Spieler ersetzen (Brett 1 und 8), Biberach einen (Brett 3).

Frank kam mit Schwarz ordentlich aus der Eröffnung, unterschätzte dann aber die Öffnung des Zentrums. Seinem Gegner gelang es, mit mehreren Figuren in Franks Damenflügel einzudringen und Bauern zu erbeuten. Danach war die Partie nicht mehr zu halten. Stand 0 : 1 aus Böckinger Sicht.

Rolf einigte sich nach beidseitig korrektem Spiel ohne besondere Höhepunkte mit seinem Gegner auf Remis. Am Spitzenbrett und mit Schwarz ist das durchaus ein Erfolg. Stand 0.5 : 1.5.

Karlheinz erreichte Raumvorteil und wollte diesen mit einem Qualitätsopfer und Angriff umsetzen. Dieser war nicht so stark wie erhofft, genügte aber zu einer Zugwiederholung, damit 1 : 2.

Bei Hansjoerg stand es lange Zeit – zumindest optisch – ausgeglichen, und es wurden nur ein paar Leichtfiguren getauscht. Urplötzlich kam es zu Verwicklungen, aus denen er mit einem Mehrturm hervorging und diesen schnell zum Gewinn führte. Ausgleich zum 2 : 2.

Ziemlich ausgeglichen sah es auch bei Vladimir aus, dann gelang es ihm, einen gedeckten Freibauern zu bilden, und er setzte sich im Turmendspiel durch. Erste Böckinger Führung mit 3 : 2.

Niclas versuchte einen Königsangriff mit Figurenopfer, hatte jedoch eine Verteidigung übersehen, die ihn die Figur kostete und den Angriff abschlug. Zwei Bauern reichten nicht, um das Endspiel zu halten. Damit 3 : 3.

Egon hatte für Initiative einen Bauern geopfert. Es kam zum Endspiel, in dem er immer noch einen Bauern weniger hatte, allerdings hatte er dem Gegner einen isolierten Doppelbauern zugefügt, und es waren ungleichfarbige Läufer auf dem Brett. Die Partie endete mit Remis. Stand 3.5 : 3.5.

Jetzt spielte nur noch Holger. Er gewann einen Bauern, oder sein Gegner hatte ihn geopfert. Dann kam noch ein Qualitätsgewinn dazu und noch ein Bauer. Nach unglücklichem Manövrieren kam sein Gegner zu starkem Gegenspiel auf den halboffenen Linien gegen Holgers König, gewann das ganze Material zurück und behielt Angriff. Holger konnte gerade noch in ein Endspiel überleiten, stellte dann einen Bauern ein und musste ein Turmendspiel mit Minusbauer verteidigen, die vorhandenen Bauern waren in zwei Bauerninseln zersplittert, die gegnerischen bildeten einen kompakten Block. Das Stellung war vermutlich objektiv verloren, damit wäre es der Mannschaftskampf auch gewesen, der Gegner fand aber die stärkste Fortsetzung nicht, Holger konnte dessen König abdrängen und das Endspiel gerade noch remis halten. Am Schluss waren 110 Züge gespielt und nur noch die beiden Könige auf dem Brett.

So wurde es ein 4 : 4. In der Tabelle führt Heilbronn 4 mit einem Mannschaftspunkt Vorsprung, aber in der Schlussrunde spielt Böckingen gegen Heilbronn. Bei einem Sieg wäre die Meisterschaft errungen, alles andere reicht nicht. Hier steht die Tabelle: https://svw-schach.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaSCHACHDE.woa/wa/groupPage?championship=Unterland+25%2F26&group=4170