Die Erste Mannschaft steigt auf!

  

Nach Brettpunkten wären wir nur fünfter, aber Mannschaftspunkte gehen vor. Und hier hat Böckingen in der Bezirksliga Nord 2026 die Nase vorn, sechsmal wurde mit 4.5:3.5 gepunktet, zweimal ging es 4:4 aus, und das 2.5:5.5 gegen Schwaigern spielt keine Rolle mehr.

Zum Auswärtsspiel gegen Heilbronn 4 in Heilbronn am 3. Mai 2026 musste frühmorgens noch ein Ersatzmann aufgetrieben werden. Vladimir stellte sich dankenswerterweise zur Verfügung. Nach ausgeglichener Eröffnung genügte allerdings eine Ungenauigkeit, und das gegnerische Läuferpaar konnte eine Qualität abgreifen. Da half alle Gegenwehr nichts mehr, und es stand aus Böckinger Sicht 0:1.

Am Spitzenbrett hielt Jürgen die Partie im Gleichgewicht und erzielte ein Remis, damit 0.5:1.5.

Nach guter Eröffnung konnte Egon seinen leichten Raumvorteil nicht ausnützen. Er tauschte einige Figuren und fand sich plötzlich in einer ungünstigen Isolanistellung wieder, zudem mit der schlechteren Leichtfigur. Sein Gegner verwertete, damit war der Stand 0.5:2.5, und es sah nicht gut aus. Schließlich musste Böckingen gewinnen!

Eine wilde Partie lieferte Holger. Am Königsflügel rückten seine Bauern vor, hinterließen allerdings dabei auch Schwächen im eigenen Lager. Da gab es nur noch bedingungslosen Angriff. Alle Leichtfiguren und die Dame wurden gegen den feindlichen Königsflügel gerichtet, und zwei Figurenopfer brachen die Königsstellung auf. Ein Turm wurde zurückgewonnen, und Schwarz stand beinahe patt. Während der Partie war Holger gar nicht sicher, ob das aggressive Spiel korrekt war, er spielte öfters „nach Gefühl“ und übersah auch einige Varianten. Die nachträgliche Computeranalyse zeigte tatsächlich, dass die Opfer korrekt waren. Schließlich führte der Druck zu einer taktischen Wendung mit Damengewinn, und das war der Anschlusstreffer zum 1.5:2.5.

Deutlich solider spielte Rolf. Viele Figuren wurden getauscht, zum Schluss entstand ein Turmendspiel mit je fünf unsymmetrisch aufgestellten Bauern, in dem keiner etwas riskieren durfte. Remis zum 2:3.

Trotz deutlichem Spielstärkeunterschied konnte Alexander keinen Vorteil aus der Eröffnung herausholen. Er blieb aber dran, und als ein gegnerischer Fehler kam, konnte er das Turmendspiel gewinnen. Damit Ausgleich zum 3:3.

Eine verschachtelte Stellung bekam Karlheinz aufs Brett. Er lieferte ein schönes Beispiel für den Vorteil bei gleichfarbigen Läufern, wenn die gegnerischen Bauern auf der Läuferfarbe stehen. Sein Läufer opferte sich, dabei entstanden zwei getrennte Freibauern, und eine Umgehung mit dem Turm sorgte dafür, dass einer davon durchlief, während der verbliebene gegnerische Läufer von eigenen Bauern vom eigentlichen Schlachtfeld abgeschnitten war. Damit ging Böckingen mit 4:3 in Führung.

Hansjoerg gewann durch eine kleine Kombination einen Bauern. Nach einer Unachtsamkeit ging dieser wieder verloren. Hansjoerg kämpfte weiter, erreichte ein gutes Turm+Springer+Bauern-Endspiel, konnte erneut einen Bauern erobern, es war aber schwer zu gewinnen, und aufgrund des Spielstandes ließ er eine Remisabwicklung zu. Das war der noch fehlende halbe Punkt zum 4.5:3.5-Erfolg!

Damit steigt Böckingen nach langer Zeit wieder in die Landesliga auf. Hier geht es zur Tabelle: https://svw-schach.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaSCHACHDE.woa/wa/groupPage?championship=Unterland+25%2F26&group=4170

v.l. Holger, Karlheinz, Egon, Hansjörg, Rolf, Alexander – Jürgen und Vladimir mussten weg, die Stammspieler Frank und Klaus-Dieter fehlen, wie auch die Ersatzmänner Herbert und Niclas – Dank an Suleymanov Hummat (Heilbronn) fürs fotografieren!
und noch ein Sieg: Böckingen gewinnt die Aufstiegsfeier im la Toscana gegen Essen mit 5 :0, Foto Egon